Die verschobene Jubiläumsfeier
Da im Jahre 1970 kein Saal mehr zur Verfügung stand, wurden sämtliche Sitzungen in einem Zelt auf dem Schützenplatz abgehalten. Trotz Unzulänglichkeiten und Kälte
im Zelt haben unsere Besucher bis zum Schluß der Sitzung durchgehalten, was ihnen hoch anzurechnen ist.
Das Fanfarenkorps der Schloßberggarde war 1970 die erste Besetzung des von Pastor Leuchtenberg und Berni Schumacher gegründeten Jugendblasorchesters, welches von
1974 bis ins darauffolgende Jahrtausend hinaus alle Grieläächer-
Marita Richrath löste Roswita Dammers als Mariechen ab.
Da 1971 weder Saal noch Zelt zur Verfügung stand, haben wir auf Einladung der Ortsvereine von Hürtgen dort am 16.1.1971 im überfüllten Saale Braun eine Sitzung mit
großem Erfolg durchgeführt.
Die Gesellschaft wurde in diesem Jahr 40 Jahre alt. Die Jubiläumsfeier wurde in die Session 1972 verlegt, da zu diesem Zeitpunkt die neue Festhalle in Birkesdorf
fertig wurde.
Des weiteren wurde Xaver Schlothauer neuer Schatzmeister.
Am 23.1.1972 fand dann aus Anlaß des Jubiläums ein festlicher Frühschoppen statt. Der 1. Vorsitzende Peter Meisen konnte zahlreiche Ehrengäste und Abordnungen
befreundeter Gesellschaften, sowie die karnevalistische Prominenz begrüßen. Die Laudatio hielt der Ehrenpräsident des Regionalverbandes, Heinz Roßkamp. Er zeichnete
Vier Gründer mit der goldenen Ehrennadel aus, und zwar unseren Ehrenpräsidenten Heinrich Fuß, den Ehrenkommandanten Lambert Dammers, Hans Baumann und unseren
Präsidenten Hans Dammers.
Die Chorgemeinschaft Constantia und das Jugenblasorchester sowie die beiden Garden und das Fanfarenkorps wirkten bei der festlichen Gestaltung mit.
Wilfried Cremer, aktives Mitglied der Schloßberggarde, trug im Jubiläumsjahr als „Wilfried I“ das Narrenzepter. Er war auch der letzte Grieläächer, dem diese Ehre
zu Teil wurde. Fortan gab es in Birkesdorf keinen Prinzen mehr.
Am 29. Januar 1972 fand die große Jubiläumssitzung in der neuen Festhalle statt, von der die Presse schrieb:
„Mit einem Programm der Extraklasse stellten sich die Karnevalisten der KG Grieläächer 1931 bei der ausverkauften Jubiläumssitzung zu ihrem 40-
Bei der Kindersitzung spielte zum ersten Mal das Jugendblasorchester Birkesdorf unter der Leitung von Bernd Schumacher.
Der 1. Vorsitzende Peter Meisen und der 1. Präsident Hans Dammers hatten schon lange angekündigt, daß sie ihre Ämter in jüngere Hände legen wollten. Sie stellten
sich daher bei der Jahreshauptversammlung 1972 nicht mehr zur Wahl. Die Versammlung wählte einen neuen geschäftsführenden Vorstand, und zwar: 1. Vorsitzender Karl Schmidt, Geschäftsführer Martin
Glasmacher, Schatzmeister Heinz Heinen und
1. Präsident Willi Graff.
In Anerkennung ihrer Verdienste um die Gesellschaft und dem heimatlichen Karneval wurde Peter Meisen zum Ehrenvorsitzenden und Hans Dammers zum Ehrenpräsidenten
ernannt. In einem festlichen Rahmen anläßlich eines vereinsinternen Tanzabends im September wurden die Ehrungen vollzogen. Der 1. Vorsitzende Karl Schmidt betonte in seiner Ansprache, daß es für die
Gesellschaft eine besondere Verpflichtung sei, diese beiden Vorbilder zum Ehrenvorsitzenden und Ehrenpräsidenten zu ernennen. Es hob besonders hervor, daß Hans Dammers 41 Jahre als Präsident die
Sitzungen der KG Grieläächer präsidiert hat.
Die neuen Besen:
Das Jahr 1973 stand unter dem Motto „die neuen Besen“. Arno Ernst übernahm das Amt des Schatzmeisters und Peter Reul wurde Leiter der Schlagersänger.
Unsere im Vorjahr neu gegründete Frauen-
„Die im vergangenen Jahr vollzogene Wachablösung im Vorstand der Gesellschaft, die im Orden des Jahres ihren Niederschlag fand, hatte in dieser Sitzung ihre erste
Bewährungsprobe, die man mit Glanz bestand.“
Islode Klees wurde neues Mariechen der Gesellschaft.
Mitte des Jahres 1973 wurden die Grieläächer in das Vereinsregister eingetragen.
Auf Initiative unseres 1.Vorsitzenden Karl Schmidt wurde erstmals ein Oktoberfest veranstaltet. Dieses Fest war ein echter Volltreffer und sämtliche Räumlichkeiten
der Birkesdorfer Festhalle wurden genutzt, um verschiedenste typisch bayrische Themengebiete abzudecken.
Die Presse schrieb:
„Eine bayrische Gaudi, wie sie kaum zu überbieten ist.“
Aufgrund diese Erfolges wurde das Oktoberfest alljährlich am
1. Samstag im Oktober durchgeführt bis es im Jahre 1987 schließlich eingestellt wurde.
Anfang November nahm die Schloßberggarde unter ihrem Kommandanten Heinz Cremer am BDK-
Im Jahre 1973 wurde die Schloßberggarde um 2 weitere Abteilungen erweitert:
Es wurde eine Kindergarde gegründet, welche prompt grün-
Aufgrund der Tatsache, das immer mehr „altgediente“ Gardisten der Schloßberggarde, die aus Altersgründen ausschieden, nicht mehr am Vereinsleben teilhaben konnten,
wurden 1973 Pläne geschmiedet, wie man dieser unerwünschten Entwicklung entgegensteuern könnte. Die „Altgardisten“ wurden, wenn auch noch nicht offiziell, ins Leben gerufen. Martin Glasmacher, Karl
Josef Schumacher und Bernhard Stemick machten noch im gleichen Jahr den Anfang.
Die Session 1973/74 war Geschichte, jedoch hatten die Grieläächer keine Zeit, sich auf „die faule Haut zu legen“. Am 23. März 1974 begannen die Ausbauarbeiten des
Vereinsheims, auf dem alten Viktoria-
Am 3.10.1974 wurde schließlich offiziell, was im Vorjahr bereits seinen Anfang nahm. Im gerade frisch eingweihten Vereinsheim der KG waren insgesamt 14
Interessenten bei der Gründung der Altgardisten anwesend. Der erste Vorstand bestand aus dem Vorsitzenden Hubert Porschen, dem Kassierer Karl-
Im selben Jahre wurde Wilfried Cremer neuer Kommandant der Schloßberggarde und Doris Krumbach Mariechen der KG.
Im Jahre 1974 erhielt die Schloßberggarde außerdem ein lebendes Maskottchen. Den Ziegenbock „Albero von Schloßberg“.
Seine Taufpaten beim Gardefrühschoppen waren 3 Karnevalsprinzen:
Wilfried I. (Cremer), Birkesdorf /Willi II. (Ruland), Düren/ Toni II (Smurawski), Huchem Stammeln.
Für sein Wohlergehen sorgte Walter Ohlef, seine Erziehung oblag Kötelier Heinrich Johrmann. Die Erziehung war wenig überzeugend, fraß Albero doch während der
Auftritte ungeniert die Bühnendekoration ab und hinterließ seine „Kaffeebohnen“ dem Gastgeber.
Heute schaut Albero in Uniform bei allen Versammlungen im Vereinsheim dem Vorsitzenden über die Schulter.
1974 wurde außerdem ein neuer Gesellschaftsorden angeschafft.
Der „lächelnde Grieläächer“, entworfen von Arno Ernst, ist noch heute das Symbol des Vereins und weit über die Grenzen des Dürener Kreises bekannt.
Zu den Sitzungen des Jahres 74 spielte erstmals die kleine Besetzung des Jugendblasorchesters Birkesdorf. Dies war ein großer Erfolg.
Erstmals wurde im Landeskrankenhaus eine Sitzung für die Kranken durchgeführt. Diese Sitzung führen wir noch bis heute jedes Jahr durch.
Es ist uns immer wieder ein Bedürfnis diesen kranken Menschen ein paar Stunden Freude zu schenken. Es ist noch zu erwähnen, daß die KG außerdem noch weitere
Sitzungen durchgeführt hat, und zwar 5 Jahre in Pier, 3 Jahre in Schlich und 4 Jahre im Birkesdorfer Krankenhaus.
Um unseren Aktiven einmal die Gelegenheit zu geben, sich ohne besondere Aufgaben zu amüsieren, wurde zum ersten Mal die Veranstaltung „Tanz in den Mai“
durchgeführt.