1955-1969

Die Geburtsstunde der Schloßberggarde:

Ein Jahr später, im Jahre 1955, schlug die Geburtsstunde der Schloßberggarde welche als weitere Bereicherung der Sitzungsprogramme und des Straßenkarnevals gegründet wurde.
Der Name der Garde wurde abgeleitet von der mittelalterlichen Geschichte Birkesdorfs. Die ehemalige Burg "Schloßberg", welche sich damals in der Ortsmitte befand und von der bis heute noch ein kleiner Teil erhalten ist, war Namensgeber der Garde.Die früheren Straßennamen „Wallstraße“ und „Grabenstraße“, sowie die heute noch aktuellen Straßennamen „An der Wasserburg“ und „Schloßbergstraße“, weisen auf das Schloß hin.

Lambert Dammers und August Weiermann waren die Initiatoren dieser nach Kölner Vorbild ausgerüsteten männlichen Garde und übernahmen selbstverständlich auch die Führung. Weitere Mitglieder der ersten Garde waren Hubert Faßbender, Hubert Richrath, Willi Iven, Willi Maubach, Andreas Drücker, Franz-Josef Savelsberg, Walter Hübben und Hubert Cremer.

1955 ging erstmals Josef Kaiser in die Bütt. Mit viel Geschick und Können war er in vielen Sitzungen der „Eisbrecher“. Sein Überall bekannter Mutterwitz und seine ausgesprochene Frohnatur haben stets stürmischen Beifall hervorgelockt.

Arno Ernst stieß im selben Jahr zu den Aktiven und hat sich als Sänger, besonders aber durch seinen großen Einsatz im Wagenbau, hervorgetan. Viele Aufgaben hat er auf sich genommen und zum Wohle der Gesellschaft erfolgreich gelöst.

Im Jahre 1956 konnte die Gesellschaft das 25 jährige Bestehen mit einem großen und bunten Frühschoppen festlich begehen.
Heinrich Fuß übernahm den Posten des 1. Vorsitzenden.

Als Pitt-Jupp I. regierte Peter-Josef Meisenberg das närrische Birkesdorf. Außerdem wurde er zum Kommandanten der Schloßberggarde ernannt. Lambert Dammers wurde Ehrenkommandant der Garde.

Die Schloßberggarde trat anlässlich der 1. Jubiläumsitzung zum
25-jährigen Bestehen der Grieläächer zum erstenmal öffentlich auf. Der Ablauf des Tanzes mit Stippeföttche fiel etwas anders aus, als eingeübt, jedoch rettete Hubert Faßbender mit einer Soloeinlage den erstmaligen Auftritt. Der Tanz auf der 2. Sitzung unterschied sich von dem ersten Auftritt sehr deutlich und das Publikum applaudierte frenetisch.

Für die großen Verdienste, die Heinrich Fuß sich als Gründer, langjähriger Präsident, Büttenredner und Vorsitzender erworben hatte, wurde er auf der ersten Sitzung zum Ehrenpräsidenten des Elferrates ernannt.

Nach den beiden Jubiläumssitzungen fand am Sonntag, dem 11.2.1956 um 11 Uhr im Saale Halfenberg (Kuckertz) ein schöner Festakt statt, der vom 1. Vorsitzenden Heinrich Fuß geleitet wurde. Die Festansprache hielt Präsident Hans Dammers. Der 2. Vorsitzende Peter Meisen nahm die Ehrung der anwesenden 7 Gründungsmitglieder vor. Er überreichte Hans Baumann, Hans Dammers, Lambert Dammers, Franz Fuß, Fritz Fuß, Heinrich Fuß und Jean Wirtz die silberne Ehrennadel. Mit schönen Liedvorträgen erfreute der Männergesangsverein Constantia1869 und die Kapelle Duell die überaus vielen Besucher. Die bis spät in den Nachmittag hinein das Jubiläum feierten.

Im Jahre 1957 übernahm Jak Renardy als Schatzmeister die Kassengeschäfte, die er umsichtig und sehr gewissenhaft 15 Jahre führte. Er half tatkräftig dabei, der Gesellschaft eine gesunde finanzielle Basis zu schaffen und zu erhalten.

Ein Jahr später, im Jahre 1958 regierte Ehrenpräsident Heinrich Fuß als „Heinrich I“. Das Amt des Vorsitzenden gab er weiter an Peter Meisen.
Toni Smurawski wurde Kommandant der Schloßberggarde.

Die 60er - Viel neues und das Ende einer Ära

Im Jahre 1960 bestieg Hans Dammers als „Hans II“, nach zehn Jahren Pause bereits zum zweiten mal den Narrenthron in Birkesdorf. Er löste damit ein dem Vorsitzenden der Interessengemeinschaft gegebenes Versprechen ein. Beim Empfang im Rathaus am Rosenmontag erhielt er aus der Hand von Bürgermeister Jakob Lölsdorf den Wappenteller der Gemeinde Birkesdorf „aus Dank und Anerkennung für jahrzehntelanges Wirken und Schaffen im Birkesdorfer Vereinsleben.“

Andre Veenker, der auf vielen Sitzungen mit seinen schönen Gesangsvorträgen alle Anwesenden erfreute, wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Finni Savelsberg wurde nach 8 jähriger Tätigkeit als Funkemariechen in der letzten Sitzung verabschiedet. Maria Koenen wurde 1961 neues Mariechen der KG, übergab 1962 an Alice Kuhlemann, welche 1963 widerrum von Astrid Haas abgelöst wurde.

Im selben Jahr wurde die weibliche Garde mit eigenen Uniformen in den Birkesdorfer Farben grün-gelb ausgestattet, 1962 folgten die Uniformen der männlichen Schloßberggarde.

Das 3x11 jährige Jubiläumsjahr 1964 wurde mit zwei großen Prunksitzungen gebührend gefeiert. Bei der ersten Sitzung war Gründungsmitglied Alfred Keller mit seiner Gemahlin zum erstenmale nach dem Kriege wieder in unserer Mitte. Hans Dammers begrüßte die beiden Gäste -auch im Namen alter Freunde- herzlichst und ernannte Alfred Keller zum Ehrenmitglied.

Siegfried Tief wurde als „Siegfried I“ Prinz von Birkesdorf. Auch er war wie seine Vorgänger ein guter Narrenherrscher.

Im Jahre 1965 übernahm Heinz Cremer das Amt des Kommandanten der Schloßberggarde von Toni Smurawski.

Unter seiner Führung wurde ein intensiver Kontakt mit dem Husarenkorps der Narrenzunft und der Garde der KG Prinzengarde gepflegt, genannt „Vereinte Garden“. Gegenseitige Besuche und gemeinsame gemütliche Veranstaltungen vertieften die guten Beziehungen untereinander.

Nachdem Heinz Cremer ein Jahr Bühnenerfahrung als Kommandant hatte, wurde er 1966 als Prinz Heinz I. Inthronisiert. Unterstützt von seiner karnevalistischen Familie hat er sich hervorragend in diesem Prinzenjahr eingesetzt.

1966 wurde Roswita Dammers das neue Mariechen der KG. Sie übernahm  von Astrid Haas.

Im gleichen Jahr wurde Heinz Heinen Mitglied und übernahm nach Matthias Nepomuck und Walter Zimmermann das Amt des Maskenbildners. Während des Schminkens hat er in all den Jahren durch Verabreichen eines „guten Tropfens“ Berge von Lampenfieber weggespült.

Klaus Dohmen übernahm von Karl Schmidt die Dekoration der Bühne und des Ratstisches.

Ab 1967 stand auch Heinz-Bernd Reul im Programm der Sitzungen, der alle Anwesenden über viele Jahre hinweg als Schlagersänger begeisterte.

Im Jahre 1968 wurde die erste Kindersitzung der KG Grieläächer in der Turnhalle am Weidenpesch durchgeführt. Und zwar mit sehr großem Erfolg. Verantwortlich waren Käthe Hofrath, Walter Horsch, Peter Reul und Willi Graff.

Franz Lützeler, Mitglied des Elfferrates komponierte im Jahre 1968 das Grieläächer-Lied und schrieb den Text dazu. Dieses Lied wurde dann auf fast allen Veranstaltungen der Grieläächer gesungen.

Das aus der Schloßberggarde hervorgegangene Fanfarenkorps, das Gardemitglied Berni Schumacher mit großem Fleiß und Können aufgebaut hat, feierte Premiere in den Sitzungen des Jahres 1968. Kommandant Heinz Cremer und sein „Adjutant“ Wilfried Cremer, die beide begeistert im Fanfarencorps mitmachten, sorgten für weiteren Ausbau und tatkräftigen Einsatz.

An dieser Stelle sind noch drei weitere Narrenfreunde der damaligen Zeit zu nennen. Zunächst Willi Hüffelmann, der mit seinem feinsinningen Humor und lustigen Wort- und Satzspielen meisterhaft das Dorfgeschehen beleuchtet und immer stürmischen Beifall erhielt. Dann Karl Reimer, langjähriger Sänger und Mitglied im Elfferrat, der mit seinem guten Rat und und seinem freudigen Einsatz auf den verschiedensten Posten viel für unsere Gesellschaft geleistet hat und schließlich Hubert Richrath, ebenfalls Elferratsmitglied und bekannt als langjähriger „Flügelmann“ in der Schloßberggarde.

Da man zu dieser Zeit mit der Planung einer Sporthalle beschäftigt war, nahmen die Grieläächer dies zum Anlaß, ihren ersten Karnevalsorden in Eigenleistung zu erstellen. Der Entwurf für diesen Orden wurde von unserem Schatzmeister und Vizepräsidenten Arno Ernst gemacht.

Die Ära unserer Karnevalsveranstaltungen im Saale Kuckertz-Halfenberg ging im Jahre 1969 zum Leidwesen aller Karnevalisten und unserer Besucher zu Ende. Die Stimmung im Saal war durch den fast schon hautengen Kontakt zum Publikum sehr familiär. Dies kam in der damaligen Zeit besonders den Büttenrednern zugute.

 

 

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